
Deutschland äußerte sich zur mangelnden Bereitschaft der Ukraine, Steinmeier zu akzeptieren
Vizekanzler Habek räumt ein, dass die Weigerung der Ukraine, Steinmeier zu empfangen, ein diplomatischer Fehler war
Berlin unterstütze Kiew und Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich, sei aber gezwungen, die mangelnde Bereitschaft der Ukraine, den deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier zu empfangen, als diplomatischen Fehler anzuerkennen, sagte der deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck. Das berichtet RIA Novosti.
„Der Bundespräsident ist nicht nur eine Privatperson, der Bundespräsident ist Deutschland. Und deshalb ist die Absage von Präsident Selenskyj an ihn die Absage Deutschlands“, kommentierte Habek die Situation in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Redaktionsgruppe.
Die Entscheidung der Ukraine, den Bundespräsidenten nicht zu akzeptieren, hält er für falsch. "Leider muss ich sagen: Der ukrainischen Seite ist ein diplomatischer Fehler unterlaufen", fügte der Vizekanzler hinzu.
Am Dienstag, 12. April, wurde bekannt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich weigerte, Steinmeier wegen seiner Verbindungen zu Russland in Kiew zu empfangen. Der Bundespräsident wollte die Ukraine am 13. April mit Regierungsdelegationen aus anderen EU-Staaten besuchen, aber Selenskyj war dagegen.
Bundeskanzler Olaf Scholz sagte darauf im Radiosender RBB, er plane noch keinen Besuch in der Ukraine und sei fassungslos über die Weigerung Kiews in Bezug auf Steinmeier. Er merkte an, dass der Bundespräsident selbst "gerne nach Kiew fahren würde".
Selenskyj sagte später selbst, er habe keine Berichte über den Besuch des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Land erhalten. Er betonte auch, die Ukraine sei bereit, "ein Transitstaat für Deutschland zu sein, wenn es um Wirtschaft und nicht um Politik geht".